wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen

Werden Sie jetzt Fan von kostenlose-urteile.de bei facebook!


Dies ist die mobile Version von kostenlose-urteile.de - speziell optimiert für Smartphones.

Klicken Sie hier, wenn Sie lieber die klassische Version für Desktop-PCs und Tablets nutzen wollen.


Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Arbeitsgericht Augsburg, Außergerichtliche Einigung vom 08.10.2012
8 Ca 669/12 -

Kündigung in Elternzeit: Katholische Kirche zahlt lesbischer Erzieherin hohe Abfindung

Bistum Augsburg und lesbische Erzieherin einigen sich außergerichtlich

Der Fall einer lesbischen Erzieherin, die während ihrer Elternzeit von der katholischen Kirche gekündigt worden war, endete mit einem Vergleich.

In dem Fall ging es um eine lesbische Erzieherin, die bei der katholischen Kirche (Bistum Augsburg) angestellt war und einen katholischen Kindergarten leitete. Mit ihrer Partnerin hatte die Frau eine Eingetragene Lebenspartnerschaft abgeschlossen. Als die Kirche hiervon erfuhr, kündigte sie das Arbeitsverhältnis, obwohl die Frau sich gerade in Elternzeit befand. Das Verwaltungsgericht Augsburg entschied, dass die Kündigung der Kirche während der Elternzeit nicht rechtmäßig sei.

Gütetermin kurzfristig abgesagt

Der Rechtsstreit ging vor dem Arbeitsgericht Augsburg - Kammer Neu-Ulm - weiter. Für Dienstag, den 09. Oktober 2012 war vor dem Arbeitsgericht ein Gütetermin angesetzt worden. Dieser wurde nun kurzfristig abgesagt, weil die Parteien sich zwischenzeitlich geeinigt haben.

Kirche zahlt hohe Abfindung

Wie Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) mitteilte, hatte das Arbeitsgericht die Parteien "auf die Vielzahl der Presseanfragen" hingewiesen und vorgeschlagen, dass die Erzieherin die Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses zum Ende der Elternzeit akzeptieren und ihr die katholische Kirche dafür im Gegenzug die übliche Regelabfindung zahlen solle. Diese sei sehr hoch, weil die Mitarbeiterin 14 Jahre bei der katholischen Kirche beschäftigt war. Das hätten die Parteien akzeptiert.

Für die Erzieherin sei das Ergebnis ein voller Erfolg, weil sie mit ihrer Kündigungsschutzklage ohnehin nicht mehr hätte erreichen können (vgl. § 9 ff Kündigungsschutzgesetz), teilte der LSVD mit. Er verwies diesbezüglich auf die aktuelle Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (vgl. EGMR, Urteil v. 23.09.2010 - 425/03 und 1620/03 -) Bundesarbeitsgerichts (vgl. BAG, Urteil v. 08.09.2011 - 2 AZR 543/10 -).

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 09.10.2012
Quelle: ra-online, Lesben- und Schwulenverband (pm/pt)

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/Arbeitsgericht-Augsburg_8-Ca-66912_Kuendigung-in-Elternzeit-Katholische-Kirche-zahlt-lesbischer-Erzieherin-hohe-Abfindung.news14324.htm

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Dokument-Nr.: 14324 Dokument-Nr. 14324

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Die Redaktion von kostenlose-urteile.de gibt sich größte Mühe bei der Zusammenstellung interessanter Urteile und Meldungen. Dennoch kann keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der über uns verbreiteten Inhalte gegeben werden. Insbesondere kann kostenlose-urteile nicht die fachkundige Rechtsberatung in einem konkreten Fall ersetzen.

Bei technischen Problemen kontaktieren Sie uns bitte über dieses Formular.