wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen

Werden Sie jetzt Fan von kostenlose-urteile.de bei facebook!


Dies ist die mobile Version von kostenlose-urteile.de - speziell optimiert für Smartphones.

Klicken Sie hier, wenn Sie lieber die klassische Version für Desktop-PCs und Tablets nutzen wollen.


Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Verwaltungsgericht Trier, Urteil vom 16.06.2014
6 K 1531/13.TR -

Ein Esel braucht die Gesellschaft anderer Esel

Einzelhaltung eines Esels schränkt Bedürfnis nach sozialem Kontakt unangemessen ein

Das Verwaltungsgericht Trier hat entschieden, dass nach den tier­schutz­rechtlichen Vorschriften Tiere angemessen unterzubringen sind und die Einzelhaltung eines Esels das Bedürfnis des Tiers nach sozialem Kontakt unangemessen einschränkt.

Der Kläger des zugrunde liegenden Falls ist seit mehreren Jahren Halter eines Eselhengstes. Nach mehreren durchgeführten Kontrollen stellte der Veterinär des beklagten Landkreises fest, dass der Esel alleine gehalten wurde, und ordnete an, diesen zu vergesellschaften und den Eseln eine 500 qm große Weide zur Verfügung zu stellen. Die hiergegen gerichtete Klage führte nur teilweise zum Erfolg.

Esel zeigt bereits Verhaltensauffälligkeiten

Das Verwaltungsgericht Trier führte in der Urteilsbegründung aus, dass nach den tierschutzrechtlichen Vorschriften Tiere angemessen unterzubringen seien. Durch die Einzelhaltung schränke der Kläger das Bedürfnis des Esels nach sozialem Kontakt unangemessen ein. In Übereinstimmung mit den Aussagen in den Empfehlungen eines Gutachtens des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und des Deutschen Tierschutzbundes habe der Amtstierarzt, der selbst über Erfahrungen mit der Haltung von Eseln verfüge, in der mündlichen Verhandlung ausgeführt, man sei nur deshalb eingeschritten, weil der Esel bereits Verhaltensauffälligkeiten gezeigt habe. Dieser sei verängstigt und übermäßig scheu gewesen, was auf die Haltungsbedingungen zurückzuführen sei.

Völlige Einzelhaltung des Esels ist tierschutzwidrig

Weiter führten die Richter aus, dass auch nicht davon auszugehen sei, dass ein Eselhengst nach mehreren Jahren Einzelhaltung nicht mehr vergesellschaftet werden könne. Zwar seien diese nach den vorliegenden Erkenntnissen sehr wehrhaft und duldeten keine Rivalen im Revier. Eine völlige Einzelhaltung sei jedoch tierschutzwidrig. Nach Ausführung des Amtsarztes könne dem natürlichen Aggressionspotential durch geeignete Maßnahmen begegnet werden. Auch bestehe die Möglichkeit, durch Kastration des Hengstes eine erhöhte Sozialverträglichkeit herbeizuführen. Die weitergehende Anordnung, den Tieren 500 qm Weide zur Verfügung zu stellen, so die Richter weiter, sei jedoch nicht zwingend vorgegeben und könne daher nicht aufrechterhalten bleiben.

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 23.07.2014
Quelle: Verwaltungsgericht Trier/ra-online

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/VG-Trier_6-K-153113TR_Ein-Esel-braucht-die-Gesellschaft-anderer-Esel.news18538.htm

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Dokument-Nr.: 18538 Dokument-Nr. 18538

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Die Redaktion von kostenlose-urteile.de gibt sich größte Mühe bei der Zusammenstellung interessanter Urteile und Meldungen. Dennoch kann keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der über uns verbreiteten Inhalte gegeben werden. Insbesondere kann kostenlose-urteile nicht die fachkundige Rechtsberatung in einem konkreten Fall ersetzen.

Bei technischen Problemen kontaktieren Sie uns bitte über dieses Formular.