wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen

Werden Sie jetzt Fan von kostenlose-urteile.de bei facebook!


Dies ist die mobile Version von kostenlose-urteile.de - speziell optimiert für Smartphones.

Klicken Sie hier, wenn Sie lieber die klassische Version für Desktop-PCs und Tablets nutzen wollen.


Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Landesarbeitsgericht Saarland, Urteil vom 02.07.2003
2 Sa 147/02 -

Unfall mit Inline-Skates: Anspruch auf Lohnfortzahlung bleibt

Inline-Skating ist keine besonders gefährliche Sportart

Inline-Skating und Rollschuhlaufen sind keine außerordentlich gefährlichen Sportarten, die den Entgeltfortzahlungsanspruch entfallen lassen. Das geht aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Saarland hervor.

Der sechswöchige Entgeltfortzahlungsanspruch bei Arbeitsunfähigkeit infolge einer Krankheit ist von Gesetzes wegen grundsätzlich ausgeschlossen, wenn der Arbeitnehmer seine Krankheit selbst verschuldet hat, also grob gegen das im eigenen Interesse zu erwartende Verhalten verstößt.

Das Gericht hatte über eine Entgeltfortzahlungsklage einer 61-jährigen Inline-Skaterin zu entscheiden, die sich nach einem Sturz das Handgelenk gebrochen hatte und deshalb rund zwei Monate arbeitsunfähig war. Die erfahrene Rollschuhläuferin fuhr in ihrer Mittagspause auf Inline-Skates in ein Restaurant. Als sie zur Toilette wollte, legte sie für diese Fahrt ihren Handgelenksschutz ab. Hier rutschte sie aus und verletzte sich.

Im Ergebnis verneinte das Gericht zwar ein Verschulden. Beim Inline-Skating handele es sich nämlich weder um eine - den Entgeltfortzahlungsanspruch generell ausschließende - besonders gefährliche Sportart, da der Sportler sich nicht unbeherrschbaren Gefahren aussetze. Noch habe die Frau in grob leichtsinniger Weise gegen anerkannte Regeln der jeweiligen Sportart verstoßen, weil sie als geübte Fahrerin beim Gang auf die Toilette durchaus auf einen Handgelenksschutz verzichten durfte. Die Verhaltensregeln der "In-Line-Skating-Association", wonach Schutzausrüstung für Ellenbogen-, Knie- und Handschutz getragen sowie nasse oder ölige Stellen, Unebenheiten und Schotter gemieden werden müssten, beträfen nur Fahrten in höheren Geschwindigkeiten.

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 25.01.2007
Quelle: ra-online

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/LAG-Saarland_2-Sa-14702_Unfall-mit-Inline-Skates-Anspruch-auf-Lohnfortzahlung-bleibt.news3584.htm

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Dokument-Nr.: 3584 Dokument-Nr. 3584

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Die Redaktion von kostenlose-urteile.de gibt sich größte Mühe bei der Zusammenstellung interessanter Urteile und Meldungen. Dennoch kann keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der über uns verbreiteten Inhalte gegeben werden. Insbesondere kann kostenlose-urteile nicht die fachkundige Rechtsberatung in einem konkreten Fall ersetzen.

Bei technischen Problemen kontaktieren Sie uns bitte über dieses Formular.