wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen

Werden Sie jetzt Fan von kostenlose-urteile.de bei facebook!


Dies ist die mobile Version von kostenlose-urteile.de - speziell optimiert für Smartphones.

Klicken Sie hier, wenn Sie lieber die klassische Version für Desktop-PCs und Tablets nutzen wollen.


Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Finanzgericht des Landes Brandenburg, Urteil vom 04.04.2002
3 K 2613/01 -

Kosten für die Zeitschrift "Handelsblatt" sind steuerlich nicht absetzbar

Keine reine Fachzeitschrift

Die Aufwendungen eines Bankkaufmanns für die Zeitschrift "Handelsblatt" können steuerlich nicht als Werbungskosten abgesetzt werden. Dies entschied das Finanzgericht des Landes Brandenburg.

Der Kläger ist Bankkaufmann und als Anlageberater von Privatkunden bei einer deutschen Großbank tätig. Im Streitjahr wandte er DM 693,- für den Bezug der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" auf, die er in seiner Einkommensteuererklärung als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit geltend machte. Das Finanzamt erkannte die Kosten steuerlich nicht an und begründete dies damit, dass das sog. Aufteilungs- und Abzugsverbot des § 12 Einkommensteuergesetz greife, wonach Aufwendungen, die sowohl beruflich als auch privat veranlasst seien, nicht - und zwar auch nicht anteilig - abgezogen werden dürften. Das Finanzgericht folgte der Auffassung des Finanzamts.

Gericht: Handelsblatt" enthält eine nicht unbedeutende Anzahl von allgemein interessierenden Beiträgen

Entscheidend sei, dass der objektive Charakter des "Handelsblatts" nicht für eine ausschließlich berufliche Nutzung spreche. Das "Handelsblatt" sei zwar keine typische Tageszeitung, weil ihm ein Lokalteil fehle und es auch nur börsentäglich erscheine. Im Gegensatz zu einer reinen Fachzeitschrift enthalte das "Handelsblatt" aber eine nicht unbedeutende Anzahl von allgemein interessierenden Beiträgen, die die Bereiche Politik, Reisen, Feuilleton, Sport oder Computer beträfen. Diese Themen dienten der Vermittlung von Allgemeinwissen, so dass das steuerliche Aufteilungs- und Abzugsverbot des § 12 EStG greife mit der Folge, dass auch ein anteiliger Abzug der Aufwendungen als Werbungskosten ausgeschlossen sei.

Mit seiner Entscheidung ist das Finanzgericht von einem Urteil des Bundesfinanzhofs (vom 12. November 1982, Az: VI R 193/79) abgewichen, in dem der Bundesfinanzhof die Kosten für den Bezug des "Handelsblatts" als Werbungskosten anerkannt hat.

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 19.08.2008
Quelle: ra-online, Pressemitteilung des FG Brandenburg vom 18.06.2002

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/FinG-Brandenburg_3-K-261301_Kosten-fuer-die-Zeitschrift-Handelsblatt-sind-steuerlich-nicht-absetzbar.news6541.htm

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Dokument-Nr.: 6541 Dokument-Nr. 6541

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Die Redaktion von kostenlose-urteile.de gibt sich größte Mühe bei der Zusammenstellung interessanter Urteile und Meldungen. Dennoch kann keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der über uns verbreiteten Inhalte gegeben werden. Insbesondere kann kostenlose-urteile nicht die fachkundige Rechtsberatung in einem konkreten Fall ersetzen.

Bei technischen Problemen kontaktieren Sie uns bitte über dieses Formular.