wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen

Werden Sie jetzt Fan von kostenlose-urteile.de bei facebook!


Dies ist die mobile Version von kostenlose-urteile.de - speziell optimiert für Smartphones.

Klicken Sie hier, wenn Sie lieber die klassische Version für Desktop-PCs und Tablets nutzen wollen.


Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Menden, Urteil vom 05.04.2006
4 C 103/05 -

Doppelzelt statt Doppelzimmer: Reisebüro haftet bei Falschbuchung

Reisebüro muss richtig buchen

Wenn ein Reisebüro aus Versehen ein Doppelzelt statt des vom Reisenden gewünschten Doppelzimmers bucht, muss es hierfür haften. Das hat das Amtsgericht Menden entschieden.

Im Fall verklagte ein Reisender das Reisebüro, in welchem er eine Tauchreise zum Elphinstone Reef im Roten Meer gebucht hatte. Er wollte ein Doppelzimmer in einem Hotel buchen. Das Reisebüro buchte versehentlich ein Doppelzelt in dem Hotel. Vor Ort bemerkte der Reisende den Irrtum des Reisebüros. Da jedoch alle Hotelzimmer belegt waren, mussten er und sein Reisebegleiter mit dem Doppelzelt Vorlieb nehmen.

Nach seiner Rückkehr in Deutschland verlangte er von dem Reisebüro eine Minderung des Reisepreises von 50 %.

Diesen Anspruch lehnte das Gericht ab. Das Reisebüro hafte dem Reisenden als Reisevermittler aus allgemeinen Schadensersatzgesichtspunkten gem. §§ 280, 249 ff. BGB und nicht aus den §§ 651 a ff. BGB, welche für Reiseveranstalter gelten, führte das Amtsgericht aus.

Das Reisebüro habe seine vertragliche Pflicht i.S.d. § 280 Abs. 1 BGB schuldhaft verletzt. Zu den vertraglichen Pflichten (es dürfte sich um einen Geschäftsbesorgungsvertrag gehandelt haben; aber auch bei der Annahme einer anderen Vertragsbeziehung ergebe sich keine andere Haftungsgrundlage als § 280 BGB) zähle selbstverständlich, den Wunsch des Reisenden in einem Hotel-Doppelzimmer untergebracht zu werden, durch eine richtige Buchung zu realisieren. Das Gericht sprach dem Kläger insgesamt 192,- EUR Schadensersatz zu. Dies war die Preisdifferenz zwischen einer Unterbringung im Doppelzimmer und einer Unterbringung im Doppelzelt.

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 09.07.2007
Quelle: ra-online

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/AG-Menden_4-C-10305_Doppelzelt-statt-Doppelzimmer-Reisebuero-haftet-bei-Falschbuchung.news4490.htm

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Dokument-Nr.: 4490 Dokument-Nr. 4490

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Die Redaktion von kostenlose-urteile.de gibt sich größte Mühe bei der Zusammenstellung interessanter Urteile und Meldungen. Dennoch kann keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der über uns verbreiteten Inhalte gegeben werden. Insbesondere kann kostenlose-urteile nicht die fachkundige Rechtsberatung in einem konkreten Fall ersetzen.

Bei technischen Problemen kontaktieren Sie uns bitte über dieses Formular.