wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 4.01 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben „verschluckt“ hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen

Werden Sie jetzt Fan von kostenlose-urteile.de bei facebook!


Dies ist die mobile Version von kostenlose-urteile.de - speziell optimiert für Smartphones.

Klicken Sie hier, wenn Sie lieber die klassische Version für Desktop-PCs und Tablets nutzen wollen.


Hier beginnt die eigentliche Meldung:

Amtsgericht Berlin-Wedding, Urteil vom 20.11.2017
18 C 146/17 -

Verspätungen von 136 Flügen als pauschale Angabe belegt keinen außergewöhnlichen Umstand an einer konkreten Flugannullierung

Fluggesellschaft muss konkrete Tatsachen zum betreffenden Flug vortragen

Eine Fluggesellschaft belegt mit der Aussage, dass es am fraglichen Tag 136 verspätete Flüge gegeben habe, keinen außergewöhnlichen Umstand im Sinne von Art. 5 Abs. 3 der Flug­gast­rechte­verordnung (VO) für eine Flugannullierung. Die Fluggesellschaft muss vielmehr konkrete Angaben zum betreffenden Flug machen. Dies hat das Amtsgericht Berlin-Wedding entschieden.

In dem zugrunde liegenden Fall erreichte ein Fluggast im Januar 2017 sein Ziel Berlin-Tegel mit einer Verspätung von rund 24 Stunden. Er hatte einen Flug von Brest über Paris nach Berlin-Tegel gebucht. Der Flug startete jedoch von Brest mit einer Verspätung, wodurch der Fluggast seinen Anschlussflug in Paris nicht erreichte. Die Fluggesellschaft buchte ihn darauf auf einen Flug am Folgetag um. Der Fluggast beanspruchte aufgrund der Verspätung eine Entschädigung. Die Fluggesellschaft berief sich auf einen außergewöhnlichen Umstand. Sie führte an, dass auf dem Vorflug der eingesetzten Maschine in Paris am fraglichen Tag Nebel herrschte und es zu 136 verspäteten Flügen gekommen sei. Der Fluggast hielt dies für unbeachtlich und erhob Klage.

Anspruch auf Entschädigung wegen Flugannullierung

Das Amtsgericht Berlin-Wedding entschied zu Gunsten des Klägers. Ihm stehe ein Anspruch auf Entschädigung gemäß Art. 7 Abs. 1 VO zu. Die Verspätung von rund 24 Stunden sei als Flugannullierung anzusehen. Es könne zudem nicht davon ausgegangen werden, dass diese Annullierung auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführen gewesen sei.

Kein außergewöhnlicher Umstand

Allein mit der völlig pauschalen Angabe, am fraglichen Tag habe es 136 verspätete Flüge gegeben, habe die Beklagte nach Auffassung des Amtsgerichts nicht konkret dargelegt, weshalb es gerade dem ihr verwendeten Fluggerät nicht möglich war, rechtzeitig nach Brest zu gelangen. Insbesondere habe die Beklagte nicht dargelegt, zu welchen Tageszeiten es zu welchen konkreten Verspätungen kam.

© kostenlose-urteile.de (ra-online GmbH), Berlin 09.11.2018
Quelle: Amtsgericht Berlin-Wedding, ra-online (zt/RRa 2018, 224/rb)

Urteile sind im Original meist sehr umfangreich und kompliziert formuliert. Damit sie auch für Nichtjuristen verständlich werden, fasst kostenlose-urteile.de alle Entscheidungen auf die wesentlichen Kernaussagen zusammen. Wenn Sie den vollständigen Urteilstext benötigen, können Sie diesen beim jeweiligen Gericht anfordern.

Wenn Sie einen Link auf diese Entscheidung setzen möchten, empfehlen wir Ihnen folgende Adresse zu verwenden: https://www.kostenlose-urteile.de/AG-Berlin-Wedding_18-C-14617_Verspaetungen-von-136-Fluegen-als-pauschale-Angabe-belegt-keinen-aussergewoehnlichen-Umstand-an-einer-konkreten-Flugannullierung.news26636.htm

Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Verlinken für das Kopieren einzelner Inhalte eine explizite Genehmigung der ra-online GmbH erforderlich ist.

Dokument-Nr.: 26636 Dokument-Nr. 26636

kostenlose-urteile.de ist ein Service der ra-online GmbH


Die Redaktion von kostenlose-urteile.de gibt sich größte Mühe bei der Zusammenstellung interessanter Urteile und Meldungen. Dennoch kann keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der über uns verbreiteten Inhalte gegeben werden. Insbesondere kann kostenlose-urteile nicht die fachkundige Rechtsberatung in einem konkreten Fall ersetzen.

Bei technischen Problemen kontaktieren Sie uns bitte über dieses Formular.